FAQ
Häufig gestellte Fragen
Was uns antreibt, was das direcToory und der OpenCaseLaw KI-Agent leisten sollen, und für wen sie gedacht sind.
Was uns antreibt
Was treibt uns an, was wollen wir erreichen?
Wir sind davon überzeugt, dass Orientierung in einer unübersichtlichen Informationslandschaft nicht durch noch mehr Inhalte entsteht, sondern durch sorgfältige Auswahl, nachvollziehbare Quellen und Werkzeuge, die das eigene Urteil stärken statt es zu ersetzen. DactaTrace.swiss verbindet deshalb zwei komplementäre Angebote: das kuratierte Verzeichnis direcToory und den OpenCaseLaw KI-Agenten.
direcToory – digitaler Lesesaal
Wir wollen wissensdurstigen und neugierigen Zeitgenossen jeder politischen Ausrichtung einen Ort geben, an dem sie mit minimaler Ablenkung stöbern und gezielt suchen können: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Journalistinnen und Journalisten, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler, Studierende, hochbegabte Kinder und Jugendliche, die nach «Brain Food» suchen, sowie Erwachsene, die ihre kindliche Neugier bewahrt haben.
Was uns dabei leitet:
- Meinungsvielfalt und Diskussion statt Ideologie
- Vermittlung digitaler Kompetenz in Schulen verschiedener Stufen
- Staatskundeunterricht für Schweizerinnen und Schweizer sowie für Menschen, jung oder alt, die es werden wollen
- eine weitere Bühne für Zeitungen neben ihren eigenen Auftritten, die direkt oder indirekt zu zusätzlichen Werbe- und Abo-Einnahmen beitragen kann
- anonymisierte Benutzungsstatistiken für Zeitungen und andere Informationsquellen
- Schutz der Privatsphäre: E-Mail-Adressen und andere Daten, die einen Rückschluss auf die Identität ermöglichen, werden unter keinen Umständen weitergegeben
- Sponsorenpräsentation auf der Homepage bzw. beim Einstieg; nach dem Einstieg möglichst wenig Werbung beim Stöbern und Suchen
OpenCaseLaw KI-Agent – Wegweiser durch die Schweizer Rechtsprechung
Denselben Anspruch übertragen wir auf die juristische Recherche. Der OpenCaseLaw KI-Agent stützt sich auf die offenen Datenbanken und MCP-Werkzeuge von OpenCaseLaw (Jonas Hertner): mehr als eine Million Entscheide der Bundesgerichte und der kantonalen Gerichte sowie den aktuellen Text der relevanten Bundes- und Kantonalgesetzgebung. Er arbeitet ausschliesslich mit öffentlich zugänglichen, zitierfähigen Quellen. Vertrauliche Klientendaten werden nicht hochgeladen und nicht verarbeitet.
Uns treibt an, seriöse Recherche und Analyse der Schweizer Rechtsprechung unabhängig von Abonnements generalisierter KI-Chatbots zu machen – methodisch nachvollziehbar, quellengebunden und ohne Halluzinationen, soweit das technisch und redaktionell durch Anbindung an die Originalentscheide erreichbar ist. Der Agent ersetzt weder Rechtsberatung noch richterliches oder anwaltliches Urteil. Er soll helfen, Fragen zu strukturieren, Rechtsprechungslinien sichtbar zu machen und Fundstellen prüfbar zu halten.
Besonders im Blick haben wir Nutzergruppen, für die öffentliche Judikatur der Arbeitsstoff ist und datenschutzrechtliche Hürden tiefer liegen als in klassischen Anwaltskanzleien:
- Hochschulen, Forschungsinstitute und wissenschaftliche Mitarbeitende: Auswertung von Rechtsprechungslinien, Divergenzen zwischen kantonalen Gerichten und Bundesgericht, Unterstützung bei Dissertationen, Fachartikeln und Lehrbüchern
- öffentliche Verwaltung und Behörden: einheitliche Anwendung von Bundes- und Kantonalrecht, Vorbereitung von Vernehmlassungen, Weisungen und Schulungen
- Unternehmensjuristen und Compliance-Abteilungen: Beobachtung der Judikatur in regulierten Feldern, interne Guidelines, Due-Diligence-Recherche auf öffentlichen Quellen (einschliesslich Zefix und SHAB)
- Journalismus, Medien und Fachverlage: rasche, zitierfähige Einordnung neuer Entscheide, Zeitlinien, Überprüfung von Fundstellen
- NGO, Verbände und Interessenvertretungen: Monitoring und Argumentation auf Basis veröffentlichter Rechtsprechung
- Weiterbildung und Ausbildungsinstitutionen: Fallstudien, Übungsrecherchen, Aktualisierung von Skripten
- informierte Privatpersonen, die eigene Fragen oder Verfahren vorbereiten möchten – stets mit dem Hinweis, dass keine Rechtsberatung vorliegt
Zwei Arbeitsweisen stehen nebeneinander: strukturierte, praxisnahe Auskünfte und analytisch tiefere, methodisch transparente Darstellungen. Beides dient demselben Ziel wie direcToory: fundiertes, nachvollziehbares Wissen zugänglich zu machen, ohne die Verantwortung der Nutzenden zu übernehmen.
Was unterscheidet OpenCaseLaw vom direcToory und Lesesaal?
direcToory ist der Lesesaal — kuratierte Quellen, Stöbern, Suchen. Der OpenCaseLaw KI-Agent ist das Werkzeug für die Schweizer Rechtsprechung: Entscheide, Erlasse, methodische Analyse, Audit, Due Diligence. Beide gehören zu DactaTrace.swiss; sie ergänzen einander.
OpenCaseLaw KI-Agent
Welche Möglichkeiten gibt es, die Arbeitsweise des OpenCaseLaw KI-Agenten zu steuern?
Zuerst den Aufgabentyp wählen: Der Aufgabentyp bestimmt, welche Art von Arbeit der Agent ausführen soll.
Dann die Frage stellen bzw. das Anliegen formulieren und — sofern gewünscht — angeben, wie die Antwort aussehen soll.
Antwort auf eine einfache Frage
Aufgabentyp: Kurze einfache Frage
Instruktionen wie «Nur ein Überblick», «Formulierungshilfe» oder «Asperation ausformulieren» steuern Umfang und Aufwand. Bei wirklich einfachen Fragen oder Anliegen sind die Kosten in der Regel niedrig.
Wenn die Fragen oder Anliegen doch nicht so einfach sind und der Agent eine grössere Anzahl von MCP-Tools benötigt, können die Kosten ansteigen. In diesen Fällen sind andere Aufgabentypen — etwa «Methodische Recherche und Analyse» oder «Falllösung» — besser geeignet.
Vertiefte, quellenbasierte Analyse
Aufgabentyp: Methodische Recherche und Analyse
Instruktionen wie «Nur ein Überblick» reduzieren den Umfang, haben aber wenig Einfluss auf den Aufwand bzw. die Kosten. Die vollständige Recherche — Gesetze, Entscheide, Lehre, Prüfung der Belege — läuft trotzdem.
Besser zuerst eine ausführliche Fassung erstellen und dann in derselben Konversation verlangen: «Bitte auf eine halbe Seite zusammenfassen.»
Ein Memo, eine Checkliste, ein Entwurf, eine Formulierungshilfe
Aufgabentyp: Anliegen oder Aufträge
Eine klassische Falllösung
Aufgabentyp: Passender Falllösungs-Typ (OR, ZGB, StPO, …)
Bei diesem Aufgabentyp verwendet der Agent ein standardisiertes Ausgabeformat, entsprechend der klassischen schweizerischen Gutachtentechnik:
- Sachverhalt und Streitfragen: kurze, neutrale Zusammenfassung des Sachverhalts und der zentralen Streitfragen.
- Materielles Gutachten: Jeder geltend gemachte Anspruch / jede Rüge wird einzeln geprüft — Obersatz / Norm, Voraussetzungen und Auslegung, Subsumtion, Zwischenergebnis.
- Gesamtergebnis: prägnantes, abschliessendes Fazit.
Anmerkung: Bei der Verwendung des Aufgabentyps «Falllösung» sind Recherche und Analyse des Agenten meistens weniger tiefgehend als beim Aufgabentyp «Methodische Recherche und Analyse».
Konversation und Ergebnis
In derselben Konversation bleibt der bisherige Austausch erhalten. Anschlussfragen («und die Ersatzfreiheitsstrafe?») oder Aufträge («Bitte auf eine halbe Seite zusammenfassen.») bauen darauf auf. Für ein unabhängiges Thema: neue Konversation. Sonst vermischt der Agent zwei Sachverhalte.
Nach dem Absenden der Frage oder des Anliegens läuft die Arbeit im Hintergrund. Sie können das Fenster schliessen. Die fertige Fassung finden Sie unter «Meine Konversationen».
Erscheint ein Text mit dem Hinweis «Zwischenstand», ist das noch nicht die Endfassung. Warten Sie, oder holen Sie das Ergebnis später unter «Meine Konversationen».
Wie kann der OpenCaseLaw KI-Agent für die Prüfung eines juristischen Textes verwendet werden?
Der Agent prüft juristische Texte — Memos, Entwürfe, Eingaben — gegen die offenen Bestände von OpenCaseLaw. Vier Schritte reichen in der Regel:
1. Memo einfügen
Kopieren Sie den Text einfach in die nächste Nachricht. Geeignet sind:
- reiner Fliesstext
- strukturiertes Word-/Markdown-Dokument (Überschriften, Fussnoten, Zitate)
- Auszüge, wenn das Memo sehr lang ist (dann mit Hinweis, welche Teile geprüft werden sollen)
Bei sehr langen Memos empfiehlt sich eine Aufteilung in 2–3 Nachrichten oder die klare Markierung der prüfungsrelevanten Passagen.
2. Prüfungsauftrag präzisieren
Schreiben Sie in wenigen Sätzen, was der Agent prüfen soll. Typische Aufträge:
- Zitierprüfung: Stimmen BGE-/BGer-Zitate, Erwägungsnummern und Gesetzesartikel?
- Substanzprüfung: Trägt die Rechtsprechung die aufgestellten Rechtssätze wirklich?
- Lückenprüfung: Fehlen Leitentscheide, Normen oder Gegenargumente?
- Struktur und Stil: Gliederung, Argumentationslinie, Ton (internes Memo, Klientenmemo, Gerichtseingabe)
- Ergebnisoffen: Gegenargumente und Schwächen der eigenen Position
Ohne konkreten Auftrag prüft der Agent in der Regel Zitate, Tragfähigkeit der Behörden und grobe rechtliche Schlüssigkeit.
3. Kontext mitgeben (kurz, aber entscheidend)
Je mehr davon Sie angeben, desto gezielter die Prüfung:
- Zweck: internes Strategie-Memo, Klientenberatung, Beschwerdeentwurf, Second Opinion
- Rechtsgebiet und Kanton (falls kantonal relevant)
- Verfahrensstand und gewünschtes Ergebnis
- was bereits feststeht vs. was unsicher ist
- Besondere Vorgaben: Zitierstil, Sprache (DE/FR/IT), Länge, Vertraulichkeitsstufe
Sensible Mandantendaten können Sie anonymisieren (Parteien A/B, «die Gesellschaft», «der Arbeitnehmer»). Für die rechtliche Prüfung genügen in der Regel die relevanten Tatsachen. Vertrauliche Klientendaten werden nicht hochgeladen und nicht verarbeitet.
4. Was Sie als Rückmeldung erhalten
Je nach Auftrag liefert der Agent typischerweise:
- eine kurze Gesamteinschätzung (tragfähig / teilweise tragfähig / überarbeitungsbedürftig)
- punktgenaue Anmerkungen zu Zitaten, Erwägungen und Normen
- konkrete Korrekturvorschläge (Ersatzzitate, fehlende Leitentscheide, Umformulierung von Rechtssätzen)
- auf Wunsch eine überarbeitete Fassung einzelner Abschnitte
Der Agent erfindet keine Entscheide und keine Normen. Jede zitierte Behörde wird gegen den Bestand geprüft.
Dokumentenprüfung — vier Arbeitsweisen
Darüber hinaus verfügt der Agent über eine spezialisierte Funktion zur forensischen Prüfung von Dokumenten. Sie stützt sich auf denselben OpenCaseLaw-Korpus und ermöglicht insbesondere:
- Gegenpartei-Schrift: rigorose Prüfung eines einzelnen Dokuments, bei der jedes BGE-Zitat und jeder Gesetzesverweis auf korrekte Fundstelle, Kontexttreue und allfällige Überdehnung im Sinne der Gegenseite kontrolliert wird
- Devil’s Advocate: kritische Auditierung eigener Entwürfe, mit systematischer Kontrolle der formalen und materiellen Zitiergenauigkeit von Urteilen und Normen
- Substanzprüfung: genannte Bundesgerichtsentscheide und Rechtsbehauptungen werden anhand der aktuellen Rechtslage verifiziert
- Vergleich zweier Dokumente zur selben Fragestellung: der Agent analysiert Widersprüche in Normwahl, Zitaten, Subsumtion und Ergebnis und bewertet, welches Dokument näher an der verifizierten Rechtslage liegt
Schichten und Labels
Die Prüfung erfolgt in klar getrennten Schichten:
- Existenz der Quelle
- formale Zitatstreue
- materielle Stützung der These
- Sachverhalts-Fit
Die Ergebnisse tragen die Labels [Korrekt], [Ungenau], [Falsch/Erfunden] oder [Nicht verifizierbar]. Daraus entsteht ein nachvollziehbarer Audit-Bericht — insbesondere bei streitigen oder risikobehafteten Dokumenten.
Beispiel für den Einstieg
«Bitte prüfe das folgende interne Memo (Arbeitsrecht, Kanton ZH) auf Zitiergenauigkeit und Tragfähigkeit der Kündigungsschutz-Argumentation. Fokus: Art. 336 OR und die zitierten BGE. Mandantendaten sind anonymisiert.» — danach den Memo-Text einfügen.
Was sind MCP-Tools?
MCP-Tools sind programmierbare Werkzeuge, die einem Sprachmodell (LLM, Large Language Model) über das Model Context Protocol (MCP) zur Laufzeit zur Verfügung gestellt werden. MCP ist ein offenes Protokoll (ursprünglich von Anthropic), mit dem ein Client — etwa Claude Desktop, Cursor oder der OpenCaseLaw KI-Agent — einem Modell strukturierte Funktionen, Datenquellen und Aktionen anbietet. Das Modell sieht die Tools als JSON-Schema (Name, Beschreibung, Parameter), entscheidet selbst, wann es eines aufruft, und erhält das Ergebnis als maschinenlesbare Antwort zurück.
Im Kontext des OpenCaseLaw KI-Agenten sind das die OpenCaseLaw-MCP-Tools: ein Satz spezialisierter Werkzeuge für Schweizer Recht. Diese Tools verwenden autoritative Lookups in kuratierten Korpora (Rechtsprechung, Fedlex, LexFind, Botschaften, Lehre, Verwaltungspraxis, OnlineKommentar, Zefix).
Was MCP im Kontext des KI-Agenten leistet
Ohne Tools halluziniert ein Modell leicht BGE-Nummern, Artikeltexte oder Erwägungen. Mit MCP gilt:
- Jeder Entscheid, jede Norm und jedes Zitat kann nachgeschlagen werden, bevor es in den Text kommt.
- Parameter sind typisiert (Gericht, Kanton, SR-Nummer, Erwägung, Datum).
- Ergebnisse sind strukturiert (Metadaten, Regeste, Volltext, Zitationsgraph).
- Mehrere Tools lassen sich verketten (Suche → Volltext → Erwägung → Zitationsprüfung).
Die OpenCaseLaw-MCP-Tools
| Gruppe | Typische Tools | Zweck |
|---|---|---|
| Rechtsprechung | search_decisions, get_decision, get_decisions, get_case_brief, get_regeste, get_erwaegung, find_relevant_erwaegung | Entscheide finden, lesen, strukturieren, Erwägungen pinpointen |
| Autorität und Graph | find_leading_cases, find_citations, find_appeal_chain, analyze_legal_trend | Leitentscheide, Zitationsnetz, Instanzenzug, Zeitreihen |
| Gesetze | get_law, search_laws, search_legislation, get_legislation | Aktueller (und historischer) Normtext, Bund und Kantone |
| Materialien | get_article_purpose, search_botschaft, get_article_history, get_materialien | Ratio legis, Botschaftstext, Artikelgeschichte |
| Lehre | get_doctrine, get_commentary, search_scholarship, get_scholarship | Kommentar, OA-Aufsätze, Dissertationen |
| Qualitätssicherung | cite, check_claim_support, attest_response | Kanonische Zitation, Claim-Check, Halluzinations-Audit |
| Praxis / Register | search_practice, zefix_search_companies | FINMA/SECO/ESTV/SEM, Handelsregister |
Daneben gibt es Hilfstools (list_courts, get_statistics) und Spezialfälle (draft_mock_decision, generate_exam_question).
Sinnvolle Tool-Chains
- Norm + Leitentscheide. get_law (Artikeltext) → get_doctrine oder find_leading_cases → get_erwaegung für den Pinpoint → cite vor dem Schreiben.
- Konkreter Entscheid. search_decisions (Docket/BGE) → get_case_brief zur Orientierung → find_relevant_erwaegung bei einer Behauptung → check_claim_support vor der Zitation.
- Gesetzesgeschichte. get_article_history oder get_article_purpose → bei Bedarf search_botschaft für den Wortlaut der Botschaft.
- Kantonalrecht. search_legislation (Gesetz finden) → get_legislation oder get_law mit canton=…
- Abschluss jeder zitierenden Antwort. cite für jede Referenz, danach attest_response (bei mehreren Zitaten mit audit_grounding=true).
Beispiele für Prompts
- «Was sagt Art. 41 OR, und welches sind die Leitentscheide zur Widerrechtlichkeit?»
- «Finde BGer-Entscheide zu «culpa in contrahendo» seit 2018, I. zivilrechtliche Abteilung.»
- «Prüfe, ob BGE 140 III 86 E. 2.3 die Aussage stützt, dass …»
- «Wie hat sich Art. 8 BV entwickelt (Botschaft, Änderungen, Leitentscheide)?»
Kurz: MCP ist das Protokoll, MCP-Tools sind die konkreten Funktionen, OpenCaseLaw-MCP ist die juristische Ausprägung davon — Nachschlagen mit Zitationsgraph, Materialien und Audit-Schiene.
Was kann der OpenCaseLaw KI-Agent? Welche Tools stehen zur Verfügung?
Der OpenCaseLaw KI-Agent ist auf schweizerisches Recht spezialisiert: Rechtsprechung, Gesetze, Materialien, Lehre und massgeschneiderte juristische Texte. Konkret kann er unter anderem Folgendes:
Recherche und Analyse
- Rechtsprechung durchsuchen (Bundesgericht, BGE, Bundesverwaltungsgericht, kantonale Gerichte, EGMR zu Schweiz) — inkl. Leitentscheide, Zitationsnetz, Instanzenzug, Regeste und einzelne Erwägungen
- Gesetzestext aktuell oder historisch nachschlagen (Bund und alle 26 Kantone)
- Materialien erschliessen (Botschaften des Bundesrats, ratio legis, Artikelgeschichte)
- Lehre und Kommentare (u. a. OnlineKommentar, OA-Zeitschriften, Dissertationen)
- Verwaltungspraxis (FINMA, SECO/ArG, ESTV, BAFU, SEM)
- Firmen im Zefix/SHAB nachschlagen
Prüfung und Qualität
- prüfen, was ein Entscheid wirklich trägt (Claim-Check gegen den Wortlaut)
- Zitate, Pinpoints und Gesetzeszitate vor der Ausgabe prüfen
- Zitationsgraphen erzeugen und Aussagen mit Verifizierungslabels versehen ([Korrekt], [Ungenau], [Falsch/Erfunden], [Nicht verifizierbar])
- Dokumentenprüfung (Audit und Faktencheck): Gegenpartei-Schrift, Devil’s Advocate auf eigene Entwürfe, Substanzprüfung, Vergleich zweier Dokumente
- Trends in der Rechtsprechung über die Jahre darstellen
Texte und Arbeitshilfen
- Gutachten, Rechtsschriften, Memos, Klausuren, Fallbearbeitungen
- Mock-Entscheide anhand eines Sachverhalts
- strukturierte Case Briefs
Am besten arbeiten Sie so: Rechtsgebiet, Frage und gewünschte Form nennen (kurz / ausführlich / wissenschaftlich / praxisnah). Beispiele:
- «Was sagt das BGer zu Art. 337 OR bei fristloser Kündigung? Leitentscheide mit Erwägung.»
- «Aktueller Wortlaut von Art. 8 BV und die ratio legis.»
- «Prüfe, ob BGE 140 III 86 wirklich X trägt.»
- «Entwurf eines Kurzgutachtens: Mietkündigung wegen Eigenbedarf, Kanton ZH.»
Übersicht der OpenCaseLaw-MCP-Tools
Die Tools sind nach Korpus getrennt. Die wichtigste Regel: nie das falsche Korpus anfragen (Gesetze ≠ Entscheide ≠ Lehre ≠ Verwaltungspraxis).
1. Rechtsprechung — Suche und Abruf
| Tool | Zweck | Wann |
|---|---|---|
| search_decisions | Volltextsuche über 1 Mio. Bundes- und Kantonsentscheide plus EGMR (Schweiz) | Einstieg in jedes Rechtsprechungsproblem |
| search / fetch | Deep-Research-Kompatibilität (dünnere Metadaten) | Nur wenn ein Client search_decisions nicht kennt; sonst meiden |
| get_decision | Ein Entscheid mit Volltext | Nach der Suche, wenn der Wortlaut nötig ist |
| get_decisions | 1–10 Entscheide in einem Call | Immer, wenn mehrere Treffer gelesen werden sollen (spart Calls) |
| list_courts | Gerichte, Bestände, Sprachen, Zeiträume | Orientierung, welche Filter existieren |
| get_statistics | Aggregatzahlen (Gericht, Kanton, Jahr) | Quantitative Übersicht, nicht inhaltliche Analyse |
search_decisions — die zentralen Parameter
- `query`: 3–8 präzise Terme, ein Rechtsproblem pro Suche. Phrasen in Anführungszeichen, Boolean AND/OR/NOT, Prefix `Verfassung*`, Geschäftsnummer `6B_1234/2025`, Spalte `regeste:Mietrecht`.
- Filter: `court` (bger, bge, bvger, zh_obergericht, bge_egmr, hudoc_ch …), `canton`, `chamber`, `date_from`/`date_to`, `marked_for_publication` (künftige BGE).
- `language` nicht automatisch setzen: Bundesentscheide sind DE/FR/IT je nach Fall; ein Sprachfilter blendet gültige Treffer aus.
- `sort`: `relevance` (Standard), `date_desc` für neueste Entscheide (leere Query + Gerichtfilter).
- `include_pinpoint`: default true — hängt eine Erwägung an die Top-Treffer.
Nicht den ganzen Schriftsatz in die Query einfügen; über 500 Zeichen wird automatisch verdichtet.
Rechtsprechung — Struktur, Pinpoint, Autorität
| Tool | Zweck |
|---|---|
| get_regeste | Amtliche Leitsätze (~54 % der Bundesentscheide, 100 % der BGE) |
| get_case_brief | Strukturiertes Briefing: Regeste, Sachverhalt, erste 12 Erwägungen, Dispositiv, Normen, Zitationsautorität |
| get_decision_structure | Sachverhalt, nummerierte Erwägungen, Dispositiv (nur Bund) |
| get_erwaegung | Wortlaut einer Erwägung (`e_number`: `2.3`) — die zitierfähige Einheit |
| find_relevant_erwaegung | Welche Erwägung trägt eine Behauptung? FTS5+BM25, Konfidenz high/medium/low |
| find_citations | Was zitiert der Entscheid / wer zitiert ihn (9,65 Mio. Kanten) |
| find_appeal_chain | Instanzenzug |
| find_leading_cases | Meistzitierte Entscheide zu Thema oder Artikel (`law_code` + `article`) |
| analyze_legal_trend | Jahreszahlen zur Entwicklung der Rechtsprechung |
Pinpoint-Regel: Nie raten («immer E. 3.1»). Entweder `e_number` mit get_erwaegung verifizieren oder find_relevant_erwaegung mit der konkreten Behauptung. Bei `no_match` oder `low` keine Erwägung zitieren.
2. Gesetze (Bund und Kantone)
| Tool | Korpus | Wann |
|---|---|---|
| get_law | Fedlex (Bund) + LexFind (Kantone) | Autoritative Artikelnachschlage. Immer vor dem Zitieren. |
| search_laws | Artikel-Volltext Bund + alle 26 Kantone | Thema bekannt, Artikel unbekannt |
| search_legislation | 33 000+ Erlasse nach Name | «Hundegesetz Bern», kantonale Spezialgesetze, Verordnungen |
| get_legislation | Volltext eines Erlasses (LexFind-ID oder SR) | Nach search_legislation |
| browse_legislation_changes | Neue/geänderte/aufgehobene Erlasse | Monitoring |
get_law: `abbreviation` (OR, BV) oder `sr_number` (220, 101); Kanton via `canton='ZH'` + `sr_number`; historisch `as_of='2020-01-01'`. search_legislation: `fetch_top_n_texts=1..3` liefert in einem Call Text + Artikelliste — ideal für «was sagt kantonales Gesetz X zu Y». Kernkodizes (OR, ZGB, StGB, BV, ZPO, StPO, SchKG, BGG …) immer über get_law, nicht über LexFind.
3. Materialien und Artikelgeschichte
| Tool | Was es liefert |
|---|---|
| get_article_purpose | Wörtliche Botschafts-Absätze zur ratio legis eines Artikels (`sr_number` + `article`) |
| search_botschaft | Volltextsuche über 6 154 Botschaften — Thema, nicht Artikel |
| get_article_history | Eine Timeline: aktueller Text + Botschaften + Leitentscheide + Lehre |
| get_materialien | Verknüpfte Botschafts-Dokumente (BBl) + enge Digests nur BV/BGFA |
| search_materialien | Nur Digests BV/BGFA (167 Artikel). 0 Treffer = ausserhalb des Index, nicht «keine Materialien» |
- «Warum gibt es Art. X?» → get_article_purpose
- «Alle Botschaftsstellen zu Thema Y» → search_botschaft
- «Wie hat sich Art. X entwickelt?» → get_article_history
4. Lehre
| Tool | Rolle |
|---|---|
| get_doctrine | Kombi: Gesetzestext + Leit-BGE + Timeline + Botschaft + Kommentarauszug. Einstieg bei Zweck/ratio legis. |
| get_commentary | OnlineKommentar.ch, artikelgebunden |
| search_commentaries | Nur artikelgebundene OK-Kommentare |
| search_scholarship | Gesamtes OA-Korpus (OK, sui generis, Dissertationen, Berichte). Subsumiert search_commentaries. |
| get_scholarship / get_scholarship_full_text | Metadaten bzw. Volltext (lizenzabhängig) |
| find_scholarship_citing_statute / _decision | Wer zitiert diesen Artikel / diesen Entscheid? |
| list_scholarship_sources | Welche Quellen indexiert sind |
5. Verwaltungspraxis
search_practice / get_practice — nur bundesbehördliche Wegleitungen, Kreisschreiben, Weisungen: FINMA, SECO/ArG, ESTV (Steuer/MWST), BAFU, SEM. Nicht abgedeckt: BSV/AHV-IV, BAG, kantonale Verwaltungen. Das ist eine Lücke, keine «es gibt nichts».
FINMA-Rundschreiben: Versionen teilen die `doc_number`, unterscheiden sich nach `date`. Für Altfälle die Version vor dem relevanten Zeitpunkt nehmen, nicht die neueste.
6. Qualitätssicherung (vor jeder zitierenden Antwort)
| Tool | Funktion |
|---|---|
| cite | Kanonische Zitierform + URL. `exists=false` → nicht selbst konstruieren. |
| check_claim_support | Unabhängiger Judge: trägt der Entscheid die Behauptung? (yes / partial / no / contradicts / unrelated) |
| attest_response | Abschluss-Audit: existieren Zitate, Pinpoints, Artikel, wörtliche Zitate, Daten? Mit `audit_grounding=true` zusätzlich Grounding der Behauptungen. |
Ohne cite keine Entscheidzitate schreiben. Bei `supports=no` oder `contradicts` den Entscheid für diese These nicht verwenden.
7. Arbeitshilfen und Zefix
| Tool | Zweck |
|---|---|
| draft_mock_decision | Forschungs-Outline eines Entscheids aus Sachverhalt; High-Priority-Rückfragen müssen beantwortet werden |
| generate_exam_question | Fallbearbeitung aus echtem BGE (Sachverhalt zuerst, Analyse versteckt) |
| zefix_search_companies / zefix_get_company / zefix_get_publications | Firmenindex und SHAB |
Sinnvolle Tool-Chains
- «Was gilt zu Art. X?» get_law → get_doctrine oder get_article_history → find_leading_cases → get_erwaegung / find_relevant_erwaegung → cite → attest_response
- «Trägt Entscheid Y die These Z?» cite (Existenz) → find_relevant_erwaegung → check_claim_support → ggf. get_erwaegung
- Kantonales Spezialgesetz: search_legislation (`fetch_top_n_texts=1`) → bei Bedarf get_law/search_laws mit canton → search_decisions mit Kantonsgericht
- Ratio legis: get_article_purpose (Wortlaut); Fallback search_botschaft oder get_doctrine. search_materialien nur bei BV/BGFA.
- Neueste BGer-Praxis: search_decisions mit leerer Query, `sort=date_desc`, `court=bger`
Best Practices
- Ein Rechtsproblem pro Suche, 3–8 Terme, Phrasen in Anführungszeichen.
- Sprachfilter weglassen, ausser ausdrücklich eine Sprache verlangt wird.
- Gesetzestext nie aus dem Gedächtnis — immer get_law.
- Pinpoints nie raten.
- Mehrere Entscheide mit get_decisions, nicht zehnmal get_decision.
- Zitieren erst nach cite, abschliessend attest_response (`audit_grounding=true` ab zwei Zitaten).
- Tool-Nutzung in natürlicher Sprache beschreiben, nicht als API-Protokoll.
Kann der OpenCaseLaw KI-Agent ein Urteil A als methodisches und argumentatives Muster nutzen, um für einen thematisch verwandten Fall B einen didaktischen Entwurf der rechtlichen Erwägungen zu generieren?
Ja. Das ist ein sinnvoller Arbeitsmodus: Urteil A als methodisches und argumentatives Muster, Sachverhalt B als neuer Fall, daraus eine neue Erwägung — nicht eine Kopie des Originalurteils.
Der Agent erfindet dabei keine Entscheide und keine Normen. Urteil A liefert Struktur, Prüfungsschritte und Formulierungstechnik; Sachverhalt B und das geltende Recht liefern den Inhalt.
Was der Agent dafür braucht
Bitte in der nächsten Nachricht möglichst vollständig liefern:
- Urteil A — am besten eine klare Fundstelle, z. B. BGE 140 III 86, 4A_747/2012 oder eine kantonale Signatur. Optional: welche Erwägung als Muster dienen soll (E. 3.2, consid. 4.1).
- Sachverhalt B — chronologisch, mit Parteien, relevanten Daten, Verträgen/Handlungen, Vorinstanzen und dem Streitgegenstand. Unklare Punkte lieber als Unsicherheit kennzeichnen.
- Rechtsfrage — was soll Urteil B entscheiden? Eine präzise Frage ist besser als ein allgemeines Thema.
Rahmen:
- entscheidendes Gericht (z. B. BGer, BVGer, kantonales Obergericht)
- Sprache und Ton (knapp/pragmatisch, ausführlich, wissenschaftlich)
- gewünschte Form: nur die tragende Erwägung, vollständiger Erwägungsaufbau, oder Entwurf mit Dispositiv
- ob Abweichungen von Urteil A ausdrücklich kenntlich gemacht werden sollen
Wie der Agent vorgeht
1. Urteil A erschliessen — Struktur, Regeste, tragende Erwägung, Prüfungsschema, zitierte Normen.
2. Normen und Leitentscheide zum Thema von B sichern — aktueller Gesetzeswortlaut, einschlägige Leitentscheide, allenfalls Lehre/Materialien. Urteil A wird nur dort übernommen, wo es sachlich trägt.
3. Übertragbarkeit prüfen — was aus A ist ratio decidendi, was obiter, was fallbezogen? Wo unterscheidet sich B so, dass A nicht unbesehen passt?
4. Erwägung B entwerfen — in der üblichen schweizerischen Gliederung, z. B.:
- Streitfrage
- massgebliche Normen
- Prüfungsraster (oft aus A)
- Subsumtion unter Sachverhalt B
- Ergebnis und Rechtsfolge
5. Quellenkontrolle — Zitate, Pinpoints und Gesetzesartikel werden vor der Ausgabe geprüft. Was nicht belegt ist, wird als unsicher gekennzeichnet.
Was der Agent nicht tut
- Urteil A nicht wörtlich als Urteil B ausgeben
- keine erfundenen BGE/BGer-Nummern, keine erfundenen Erwägungsziffern
- kein Ersatz für eine echte richterliche Entscheidung; der Entwurf ist ein Forschungs- und Arbeitstext (Schriftsatz, Übungsentscheid, interner Entscheidungsentwurf)
- wenn A und B in einem entscheidenden Punkt auseinanderfallen, die Abweichung offen formulieren statt sie zu glätten
Praktische Prompt-Formulierungen
Minimal:
«Nimm BGE 4A_xxx/20xx E. 3 als Muster. Sachverhalt B: […]. Entwirf die tragende Erwägung eines BGer-Entscheids zur Frage, ob […].»
Präziser:
- Muster: 4A_747/2012, Prüfungsschema aus der zentralen Erwägung zur [Rechtsfrage].
- Neuer Fall: [Sachverhalt B].
- Gericht: BGer, I. zivilrechtliche Abteilung.
- Form: Erwägungen 3–5 im Stil eines BGer-Entscheids, mit Subsumtion, ohne Sachverhaltsteil.
- Kennzeichne, wo du vom Muster abweicht, weil der Sachverhalt anders liegt.
Mit Leitplanken:
«Verwende Urteil A nur für Aufbau und Prüfungsreihenfolge. Stütze jede Rechtsfolge auf den aktuellen Gesetzeswortlaut und auf Leitentscheide zu [Artikel]. Wenn A den neuen Fall nicht trägt, sage das in der Erwägung.»
Sinnvolle Tool-Kette
| Schritt | Zweck |
|---|---|
| cite / get_case_brief / get_decision_structure | Urteil A identifizieren und gliedern |
| get_erwaegung oder find_relevant_erwaegung | die Muster-Erwägung wörtlich holen |
| get_law / get_doctrine | Normen und ratio legis für Fall B |
| find_leading_cases / search_decisions | prüfen, ob A noch trägt oder neuere Praxis gilt |
| draft_mock_decision | erster strukturierter Entscheidungsentwurf |
| check_claim_support / attest_response | absichern, dass zitierte Entscheide die Aussage wirklich tragen |
Zum Start: Urteil A und Sachverhalt B (plus Rechtsfrage) senden. Fehlt die Erwägungsziffer in A, sucht der Agent die tragende Stelle und sagt, welche er als Muster verwendet.
Wie wähle und kombiniere ich die System-Prompts des OpenCaseLaw KI-Agenten?
Der Aufgabentyp bestimmt, welche Art von Arbeit der Agent ausführen soll. Für Kommentare, Gutachten und methodische Recherche stehen drei System-Prompts zur Verfügung. Oft ist es sinnvoll, zwei Prompts parallel laufen zu lassen und die Ergebnisse zu kombinieren.
Die drei System-Prompts
1 — Klassischer Kommentar. Strukturierter 9-teiliger Kommentar.
- Stärken: gute Gesamtstruktur, ausgewogen, systematisch
- Schwächen: Doktrin oft allgemeiner, Ratio legis schwächer
- Einsatz: umfassende Kommentare, interne Wissensdatenbanken, systematische Aufbereitung
2 — Ratio legis + Lehre. Fokussierter 4-teiliger Kurzkommentar.
- Stärken: sehr guter Kerngehalt und Ratio legis, prägnant
- Schwächen: weniger umfassend, schwächer bei komplexer Praxis
- Einsatz: schnelle dogmatische Orientierung, kompakte Gutachten, Kernfragen
3 — Methodische Recherche. Gutachtenartige Analyse (I–VI).
- Stärken: sehr stark bei praktischer Handhabung, langen Verfahren und Überhaft
- Schwächen: weniger strukturiert, kann redundant wirken
- Einsatz: konkrete Fallbearbeitung, komplexe praktische Fragestellungen, tiefgehende Gutachten
Welchen Prompt primär verwenden?
Zuerst das Hauptziel der Anfrage klären.
| Hauptziel | Primär-Prompt | Begründung |
|---|---|---|
| Umfassende, strukturierte Darstellung einer Norm | Klassischer Kommentar (1) | Beste formale Struktur und Ausgewogenheit |
| Schnelle dogmatische Klärung (Ratio legis, Kerngehalt, Lehre) | Ratio legis + Lehre (2) | Prägnant und auf den Kern fokussiert |
| Praktische Handhabung bei komplexen oder langen Verfahren | Methodische Recherche (3) | Am stärksten bei Praxisproblemen und Überhaft |
| Vergleich von Lehre und Rechtsprechung | Prompt 2 oder 3 | Bessere Fokussierung auf Doktrin und Leitentscheide |
| Hochwertiges finales Dokument (Gutachten, interne Dokumentation) | Kombination mehrerer Prompts | Siehe unten |
- Bei breiten, systematischen Fragen → Prompt 1
- Bei dogmatisch fokussierten Fragen → Prompt 2
- Bei praktisch-komplexen Fragen (lange Verfahren, Überhaft, Verfahrensführung) → Prompt 3
Kombinationsstrategien
Statt nur einen Prompt zu verwenden, ist es oft sinnvoll, zwei Prompts parallel laufen zu lassen und die Ergebnisse zu kombinieren. Empfohlene Standardkombination für die meisten Fälle: Prompt 1 (Struktur) + Prompt 3 (Tiefe).
| Kombination | Wann sinnvoll? | Vorgehen | Aufwand |
|---|---|---|---|
| 1 + 3 | Beste Gesamtlösung für die meisten Fälle | Prompt 1 für Struktur, Prompt 3 für Tiefe bei Praxis und Leitentscheiden | Mittel |
| 2 + 3 | Starke dogmatische und praktische Analyse | Gute Kombination bei komplexen Fragestellungen | Mittel |
| 1 + 2 | Dogmatische Fundierung mit klarer Struktur | Nützlich, wenn die Ratio legis besonders wichtig ist | Gering |
| Alle drei | Sehr komplexe oder hochwertige Anfragen | Nur bei besonders anspruchsvollen Themen | Hoch |
Qualitäts-Checkliste beim Vergleich der Outputs
| Kriterium | Worauf achten? |
|---|---|
| Dogmatische Präzision | Sind die zentralen Begriffe und Abgrenzungen klar und korrekt? |
| Ratio legis und historische Einbettung | Wird der gesetzgeberische Zweck verständlich erklärt? |
| Qualität der Doktrin | Werden konkrete Werke und Autoren genannt, oder bleibt es allgemein? |
| Relevanz der Leitentscheide | Werden die wirklich wichtigen Entscheidungen genannt und begründet? |
| Praktische Relevanz | Hilft der Text bei der konkreten Fallbearbeitung? |
| Strukturelle Klarheit | Ist der Text gut lesbar und logisch aufgebaut? |
| Grounding / Verifizierbarkeit | Gibt es viele oder wenige Fallback-Tags? Wenige = besser. |
Weshalb Zefix-MCP-Tools zusätzlich zu den OpenCaseLaw-MCP-Tools?
Die beiden Korpora liefern verschiedene Wahrheiten: Zefix die registerrechtliche Ist-Lage (Existenz, Rechtsform, Sitz, Organe, Zweck, SHAB), OpenCaseLaw die normative Bewertung derselben Tatsachen.
Die Kombination ist stark bei Sachverhaltsanreicherung + abstrakter Rechtsfrage. Sie taugt nicht als «Google für Prozesse gegen Firma X». Die vollständigen Tool-Ketten stehen unter OpenCaseLaw kombiniert mit Zefix.
1. Parteilegitimation und Identifikation
Existiert die Gegenpartei? In welcher Form? Wer darf sie vertreten? Zefix liefert UID, Status, Sitz, Zeichnungsberechtigte, Zweck. OpenCaseLaw prüft Art. 718 / 718a / 814 / 899 OR und die Leitentscheide zur Vertretungsmacht. Daraus folgen Prozessfähigkeit, passive Legitimation und die Frage, ob die unterzeichnende Person organvertretungsberechtigt war.
«Identifiziere die ‚Alpine Bau GmbH‘ im Kanton Bern im Handelsregister. Prüfe anschliessend anhand von Art. 814 OR und der Leitentscheide, ob der im Vertrag unterzeichnende Geschäftsführer die Gesellschaft wirksam verpflichtet hat.»
2. Organhaftung (VR / Geschäftsführung)
Zefix liefert die Personen und Funktionen, OpenCaseLaw den Haftungsmassstab (Sorgfalt, Geschäftsführerverschulden, Gläubigerschaden; Art. 754 OR). Personennamen der Organe in der Rechtsprechungssuche nur ergänzend und mit Realismus: Treffer sind möglich bei kantonalen Entscheiden, selten beim BGer.
«Zieh die aktuellen VR-Mitglieder der [Firma] und erstelle ein Kurzmemo zur Organhaftung nach Art. 754 OR, gestützt auf die Leitentscheide — ohne die Firma als Prozesspartei zu behaupten.»
3. Konkurs, Nachlass, Löschung
SHAB-Publikationen liefern den Sachverhalt (Konkurseröffnung, Nachlassstundung, Löschung). OpenCaseLaw liefert die Rechtsfolge: SchKG Art. 166 ff., 293 ff.; OR Art. 725 / 725b; Leitentscheide zur paulianischen Anfechtung. Löschung ist nicht Prozessende.
«Lies die SHAB-Publikationen der CHE-xxx.xxx.xxx seit 2022. Falls eine Konkurs- oder Nachlassmeldung erscheint: relevante SchKG-Artikel plus Leitentscheide zur paulianischen Anfechtung.»
4. Fusion, Spaltung, Umwandlung
Registerakt als Tatsache (Fusion, Kapitalerhöhung, Sitzverlegung), dann FusG/OR: Gläubigerschutz, Anfechtung, Arbeitsvertragsübergang. Typisch für Due-Diligence-Memos.
5. Zweck, Ultra-vires, Vertretung nach aussen
Der Zwecktext aus Zefix ist die Tatsache, Art. 718a OR und die Rechtsprechung sind die Subsumtion: deckt der statutarische Zweck das streitige Geschäft?
«Hier der Zweck der Gesellschaft aus dem HR: [Text]. Subsumiere, ob der Kauf einer ausländischen Beteiligung noch vom Zweck gedeckt ist, mit Leitentscheiden zu Art. 718a OR.»
6. Firmenrecht und Namensschutz
Zefix zeigt, wer den Namen wo trägt (auch gelöschte Firmen via status=all). OpenCaseLaw sagt, ob das zu Unterlassung oder Schadenersatz reicht (OR Art. 951 ff., UWG Art. 3, Verwechslungsgefahr).
7. Vom Entscheid zurück ins Register
Ein Entscheid erwähnt eine Gesellschaft — lebt sie noch? Neuer Name? Liquidation? Nützlich für Vollstreckung, Parteiwechsel, Nachfolge, Verjährung gegen die richtige Rechtsträgerin. Bei BGer-Entscheiden fehlt der Klarname oft; dann bricht die Kette hier ab.
8. Gerichtsstand, Konkursort, IPR
Der Sitz aus Zefix ist die Anknüpfungstatsache für Gerichtsstand (ZPO Art. 10), Betreibungsort (SchKG Art. 46) und, bei internationalen Sachverhalten, das Gesellschaftsstatut (IPRG Art. 151 ff.).
Suchstrategien, die in der Praxis tragen
| Situation | Zefix | OpenCaseLaw |
|---|---|---|
| Firma mit häufigem Namen | immer UID verwenden, Kanton setzen | nicht den Namen suchen, sondern die Rechtsfrage |
| Namensänderung | zefix_get_publications (alte Firma) | beide Namen als Phrase: «Alte AG» OR «Neue AG» |
| Gelöschte Gesellschaft | status=inactive oder all | Löschung ≠ Prozessende; SchKG/OR-Nachwirkungen suchen |
| Organ als Person | Organfeld in zefix_get_company | Personennamen nur kantonal und mit Zurückhaltung |
| SHAB-Sachverhalt unklar | fromDate/toDate eng setzen | erst den Publikationstyp rechtlich einordnen, dann suchen |
Nach einem Zefix-Treffer nicht den Firmennamen in die Rechtsprechungssuche einfügen:
- Nicht: Alpine Bau GmbH (meist 0 verwertbare BGer-Treffer)
- Sondern: «Art. 754 OR» AND Konkurs AND Überschuldung
- Oder: Nachlassvertrag AND Sanierung AND Gläubiger
- Phrase + Norm: «statutarischer Zweck» AND «718a»
Weitere Prompt-Beispiele
- «Due Diligence light: UID CHE-… — Stammdaten, letzte 10 SHAB, danach nur die Rechtsfragen, die die Publikationen aufwerfen.»
- «Vertretung: Zeichnungsberechtigung laut HR vs. unterzeichneter Werkvertrag — Art. 718/718a OR plus Leitentscheide.»
- «Die SHAB zeigt Kapitalherabsetzung. Welche OR-Artikel und welche BGer-Praxis greifen?»
- «Zwei GmbH mit ähnlichem Namen in ZH und AG. Firmenrechtliche Verwechslungsgefahr?»
- «Im Entscheid [Geschäftsnummer] kommt Gesellschaft X vor. Lebt sie noch, neuer Name, Liquidatoren?»
Woher stammt die Datengrundlage des OpenCaseLaw KI-Agenten?
Der Agent baut technisch und inhaltlich auf den offenen Datenbanken und MCP-Tools von Jonas Hertner auf (jonashertner.com, opencaselaw.ch). Hertner stellt mit OpenCaseLaw den bislang umfassendsten frei zugänglichen Korpus der Schweizer Rechtsprechung zur Verfügung: über eine Million Entscheide der Bundes- und Kantonsgerichte ab 1875, ergänzt um Zitationsgraphen sowie Bundes- und Kantonalgesetzgebung, und leistungsfähige MCP-Schnittstellen.
Ohne diese Grundlage wäre der Agent in dieser Form nicht möglich. Unser ausdrücklicher Dank gilt Jonas Hertner für diese Open-Data-Arbeit.
Was der Agent auf dieser Basis zusätzlich leistet
DactaTrace.swiss AG hat darauf einen spezialisierten KI-Agenten gebaut, der methodische Recherche und Analyse der Schweizer Rechtsprechung unterstützen soll. Der Fokus liegt auf strukturierten Auswertungen und konkreten Anwendungsfällen, unter anderem:
- methodische juristische Recherche und Analyse
- Steuerrecht (natürliche und juristische Personen)
- Ratio legis und herrschende Lehre
- Unterstützung bei Kommentaren und Falllösungen (ZGB, OR, StPO sowie Verfassungs- und Verwaltungsrecht)
- Due-Diligence- und Risikoanalysen in Kombination mit Zefix
- Dokumentenprüfung (Audit und Faktencheck) mit Verifizierungslabels
Der Agent ist als Web-App unter opencaselaw.dactatrace.swiss erreichbar. Auf der Anmeldeseite können ohne Login Beispiele für Einsatzmöglichkeiten eingesehen werden.
Wie werden Anfragen gespeichert und verarbeitet?
Der KI-Agent besteht aus einem Frontend (Benutzeroberfläche) und einem Backend. Das Backend stellt die Verbindung zu den OpenCaseLaw-MCP-Tools, dem Zefix-MCP-Tool sowie zur xAI API her (aktuell ein Modell von xAI).
Speicherung in Firestore
Die im Benutzerinterface eingegebenen Informationen (Konto-Daten, Anfragen/Prompts) sowie die vom Backend generierten Antworten und Dokumente werden in Google Firebase Firestore gespeichert. Die Firestore Access Control Rules gewährleisten, dass jeder Nutzer ausschliesslich Zugriff auf seine eigenen Daten hat.
Diese persistente Speicherung ist die Voraussetzung dafür, dass Sie während länger dauernder Anfragen das Browser-Fenster schliessen können. Die fertige Antwort steht anschliessend in der Sammlung «Meine Konversationen» zur Verfügung. Dort können Konversationen chronologisch eingesehen, kopiert oder gelöscht werden.
Verarbeitung durch xAI
Anfragen werden zur Beantwortung an die xAI API übermittelt. Gemäss den Enterprise Terms of Service von xAI wird User Content (Prompts und Outputs) nicht zum Training von Modellen verwendet. Die Daten werden standardmässig für Audit-Zwecke bis zu 30 Tage aufbewahrt und anschliessend gelöscht.
Auftragsverarbeitung und internationale Übermittlung
Wir nutzen Drittanbieter (insbesondere Google / Firebase) für Authentifizierung, Hosting und Datenspeicherung. Diese Anbieter sind vertraglich verpflichtet, Ihre Daten zu schützen und nur in unserem Auftrag zu verarbeiten.
Bei Übermittlungen personenbezogener Daten in Länder ohne angemessenes Datenschutzniveau (z. B. USA) stützen wir uns primär auf das Swiss–US Data Privacy Framework (sofern der Anbieter zertifiziert ist) und ergänzend auf die Standardvertragsklauseln (SCC) der Europäischen Kommission, gegebenenfalls mit den für das Schweizer Datenschutzrecht erforderlichen Anpassungen (Swiss Finish / Swiss Addendum). Sofern erforderlich, führen wir ein Transfer Impact Assessment (TIA) durch und ergreifen ergänzende technische und organisatorische Massnahmen, um ein dem Schweizer DSG und der DSGVO gleichwertiges Schutzniveau zu gewährleisten.
Ihre Daten werden nicht an Dritte zu Werbezwecken verkauft oder weitergegeben.
Verantwortliche und Hinweise
Verantwortlich ist die DactaTrace.swiss AG, Brunnenwiesenstrasse 25, CH-8212 Neuhausen am Rheinfall. Die Bearbeitung erfolgt im Einklang mit dem Schweizer DSG und der DSGVO.
Die detaillierte Regelung findet sich in der Datenschutzerklärung (Version 1.2, Stand Juli 2026). Die Nutzungsbedingungen gelten für direcToory und den OpenCaseLaw KI-Agenten.
Als Empfehlung im Sinne von Privacy by Design: in den Anfragen keine besonders sensiblen personenbezogenen Daten eingeben. Vertrauliche Klientendaten werden nicht hochgeladen und nicht verarbeitet.
Was kostet die Nutzung?
Der OpenCaseLaw KI-Agent folgt standardmässig einem Pay-per-Use-Modell ohne feste Abonnementverpflichtung. Das Modell ist auf die Deckung der anfallenden Kosten ausgerichtet.
Neu registrierte Nutzerinnen und Nutzer erhalten automatisch ein kleines kostenloses Einstiegsguthaben von CHF 2.00. Darüber hinausgehende Nutzung wird nach tatsächlichem Verbrauch (insbesondere Token- und Anfragevolumen) abgerechnet und kann bei Bedarf online aufgestockt werden — Bezahlung mit Kreditkarte in den Beträgen CHF 5.00, 10.00, 20.00 oder 50.00.
Die Kosten skalieren damit direkt mit dem tatsächlichen Einsatz und bleiben transparent und steuerbar. Eine Installation ist nicht nötig; der Zugang erfolgt über den Browser unter opencaselaw.dactatrace.swiss.
Für institutionelle Anwenderinnen und Anwender (Gerichte und Behörden) können volumenbasierte oder kontingentierte Vereinbarungen geprüft werden, die den internen Beschaffungs- und Abrechnungsprozessen Rechnung tragen. Ein Angebot setzt eine ungefähre Vorstellung von Nutzerzahl und monatlichem Anfragevolumen voraus.
Eine Testphase mit internen Nutzerinnen und Nutzern ist grundsätzlich möglich.
Warum kommt die Bestätigungs-E-Mail nicht an?
Bei der Anmeldung mit E-Mail und Passwort werden Bestätigungs-E-Mails mit dem Betreff «E-Mail-Adresse für OpenCaseLaw Agent bestätigen» von der Absenderadresse noreply@mail.opencaselaw.dactatrace.swiss versandt.
Diese Mails landen gelegentlich im Spam- bzw. Junk-Ordner und werden daher mitunter übersehen. Bitte prüfen Sie bei ausbleibender Bestätigung auch diesen Ordner.
Ersetzt der Agent Rechtsberatung oder ein richterliches Urteil?
Nein. Der Agent ersetzt weder Rechtsberatung noch richterliches oder anwaltliches Urteil. Er soll helfen, Fragen zu strukturieren, Rechtsprechungslinien sichtbar zu machen, Fundstellen prüfbar zu halten und Arbeitstexte zu entwerfen.
Entwürfe — etwa Schriftsätze, Übungsentscheide oder interne Entscheidungsentwürfe — sind Forschungs- und Arbeitstexte. Die Verantwortung für die Verwendung bleibt bei den Nutzenden.
Informierte Privatpersonen, die eigene Fragen oder Verfahren vorbereiten, tun das stets mit dem Hinweis, dass keine Rechtsberatung vorliegt. Vertrauliche Klientendaten werden nicht hochgeladen und nicht verarbeitet.
direcToory und Lesesaal
Was ist direcToory?
direcToory vereint «Direction» (Orientierung) und «Directory» (Verzeichnis) in einem Namen. Es erschliesst den digitalen DactaTrace.swiss Lesesaal: eine sorgfältig kuratierte und mit Schlagwörtern versehene Sammlung von Quellen aus verschiedenen Themenbereichen und in verschiedenen Formaten.
Im direcToory trifft zielgerichtete Recherche auf inspirierendes Entdecken — geführt von der App, nicht vom Rauschen des Internets.
Was ist ein digitaler Lesesaal?
Der digitale DactaTrace.swiss Lesesaal ist ein Ort, an dem gezielte Recherche und inspirierendes Entdecken zusammenkommen. Er bietet eine kuratierte Sammlung von 2000+ Informationsquellen aus der Schweiz und dem Ausland, erschlossen durch das direcToory.
Statt ziellosem Scrollen in der Informationsflut: stöbern nach Thema und Format, suchen nach Titel und Schlagwort, und in ausgewählten Quellen im Volltext und nach Zeitraum eintauchen.
Was ist eine kuratierte Sammlung?
Eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl, von lateinisch curare — sich kümmern. Nicht alles, was im Netz liegt, sondern das, wofür jemand Verantwortung übernimmt.
Vorteile:
- Qualitätssicherung statt Rauschen
- weniger Zeitverlust durch zielloses Surfen
- minimale Ablenkung durch Werbung
- Vielfalt der Perspektiven
- gezielte Suche in sortierten, mit Schlagwörtern versehenen Ressourcen
Für wen ist das Lese- und Suchportal?
Für Leseratten und für vielseitig interessierte, wissensdurstige und neugierige Zeitgenossen jeder politischen Ausrichtung.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Journalistinnen und Journalisten, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler, Studierende, hochbegabte Kinder und Jugendliche, die nach «Brain Food» suchen, sowie Erwachsene, die ihre kindliche Neugier bewahrt haben.
Konkret: in sorgfältig ausgewählten Quellen relevante Dokumente und Informationen zu bestimmten Themen oder Ereignissen aufspüren und prüfen.
Wie suche und entdecke ich im Lesesaal?
Der digitale Lesesaal kombiniert gezielte Recherche mit inspirierendem Entdecken. Drei Wege:
- Intuitiv stöbern. Nach Thema oder Format filtern und überraschende Quellen entdecken, von denen Sie bisher vielleicht gar nichts wussten.
- Gezielt suchen. Eine präzise Suche nach Titeln und Schlagwörtern führt auf direktem Weg zum Ziel, wenn Sie bereits wissen, wonach Sie suchen.
- Tief eintauchen. In bestimmten Quellen — etwa Nachrichtenportalen — unterstützt die direcToory-App mit Volltextsuche und Suche in bestimmten Zeiträumen beim Aufspüren relevanter Artikel.
Lassen Sie sich beim Stöbern treiben, oder gehen Sie den direkten Weg. Beides ist vorgesehen.
Was sind Bündel?
Im direcToory sind Bündel zwei oder mehr zusammengefasste Internet-Domänen, in denen mit einer einzigen Suche gleichzeitig nach bestimmten Begriffen gesucht werden kann. Die Bündel sind in der direcToory-App aufrufbar.
Zeitungen und Nachrichtenportale
Gleichzeitiges Suchen in verschiedenen Zeitungen oder Nachrichtenportalen aus der Schweiz oder aus dem Ausland. Beispiele:
- NZZ & Tages-Anzeiger
- NZZ & Schweizer Bauer
- NZZ & Weltwoche
- NZZ & WOZ & Republik
- NZZ & Thurgauer Zeitung
- NZZ & St. Galler Tagblatt
- NZZ & Basler Zeitung
- NZZ & Luzerner Zeitung
- NZZ & Thurgauer Zeitung & Basler Zeitung & St. Galler Tagblatt & Schaffhauser Nachrichten & Schweizer Bauer
- Weltwoche & WOZ & Republik & Nebelspalter
- WOZ & Republik
- Bund & Berner Zeitung
- Handelszeitung & Finanz und Wirtschaft & Financial Times & Wall Street Journal
- CASH & Finews & Inside Paradeplatz
- Time Magazine & Newsweek
- Harvard Business Review & Forbes & Fortune & The New Yorker
- Haaretz & Jerusalem Post & Jüdische Allgemeine & Tachles
Top-Level-Domänen und Webseiten
Gleichzeitiges Suchen in verschiedenen Top-Level-Internet-Domänen und Webseiten. Beispiele:
- Staats- und öffentliches Recht in den Domänen .ch (Schweiz) und .swiss (Brand Top-Level-Domain für das Branding und die Förderung des schweizerischen Images)
- Staatsrecht in ausgewählten Webseiten in der Domäne .ch
- «Staatswissenschaft» in .ch (Schweiz), .de (Deutschland) und .org
- «Verfassungsgeschichte»
Unternehmens-Webseiten
Gleichzeitiges Suchen in verschiedenen Webseiten bestimmter Unternehmen, z.B. Novartis, oder Roche.
Welche Formate und Quellen umfasst das direcToory?
Quellen aus der Schweiz und dem Ausland, in verschiedenen Formaten:
- Zeitungen und Nachrichtenportale
- Zeitschriften und Magazine
- Presseschau — Hinweise auf ausgewählte Artikel in verschiedenen Medien aus aller Welt
- länderspezifische Internet-Domänen und Webseiten
- Links und PDF-Dokumente aus dem Internet
- DactaTrace-Dokumente — vom DactaTrace-Team verfasste Beiträge zu ausgewählten Themen
- DactaTrace-Schwerpunkte — Sammlungen von Quellen zu ausgewählten Themen (aktuell: Schweizer Aussenpolitik, Geopolitics and Geostrategy, Evolution des Raum-Zeit-Begriffs im Kontext von Einstein)
- Videos, Musik, Radio und Fernsehen — ein Entspannungs- und Kultur-Element, komplementär zu den sachlichen und wissenschaftlich-analytischen Themen, die im Fokus stehen
Welche Themen sind vertreten?
Das direcToory erschliesst Themen von A bis Z — sachlich, wissenschaftlich, kulturell. Die Schlagwort- und Themenliste umfasst unter anderem:
- Die Bibel
- Fitness
- Geografie
- Geschichte
- Geschichte Schweiz
- Gesundheit
- Informatik
- Juris
- KI-AI
- Kultur
- Kunst
- Lifestyle
- Literatur
- Mathematik
- Musik
- Nachrichten
- Persönlichkeiten
- Philosophie
- Physik
- Politik International
- Politik Schweiz
- Psychologie
- Religion
- Technik
- Varia
- Wirtschaft
- Wissenschaft
Kann ich eigene Inhalte erfassen und teilen?
Ja. Auch eigene Inhalte — etwa Webseiten, PDF-Dokumente, umfangreiche Quellensammlungen oder Google-Drive-Ordner — können im direcToory erfasst und mit frei wählbaren Schlagwörtern versehen werden. Sie profitieren von derselben Suche und Filterung wie die kuratierten Sammlungen. Durch die Schlagwörter werden auch die eigenen Inhalte auffindbar.
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Selbst erfasste Inhalte können wahlweise:
- nur mit ausgewählten Benutzerinnen und Benutzern geteilt werden (z. B. Projektteams, Fachkollegen, Studiengruppen)
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Was Nutzende häufig einbringen
- Fachartikel, Working Papers oder unveröffentlichte Manuskripte zu geopolitischen Themen
- eigene Zusammenstellungen von Primärquellen (z. B. historische Dokumente, diplomatische Depeschen, Parlamentsprotokolle)
- Analysen und Essays zu spezifischen Aspekten der Schweizer Aussenpolitik oder internationaler Beziehungen
- kuratierte Link-Sammlungen zu Nischenthemen (z. B. Entwicklung des Raum-Zeit-Konzepts seit Einstein, Quantengravitationstheorien)
- Präsentationen, Foliensätze oder Recherche-Dossiers aus beruflichen oder akademischen Kontexten
- persönliche Datenbanken von Fachliteratur mit annotierten Abstracts und Bewertungen
- persönliche Musik-Sammlungen
Damit wird das direcToory für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Journalistinnen und Journalisten und Fachleute zu einer thematisch fokussierten Publikationsplattform: qualitativ hochwertige Beiträge erreichen ein interessiertes, fachlich versiertes Publikum — eingebettet in eine kuratierte Sammlung und ein thematisch organisiertes Verzeichnis.
Beispiele direkter Links
- Kunstepochen — Einführung in die Kunstgeschichte der Stilepochen und ihrer Merkmale
- Sebastian Kurz: Vom jüngsten Kanzler Europas zum globalen Tech-Unternehmer
- Ist der Westen am Ende? NZZ Standpunkte im Gespräch mit Sebastian Kurz (DactaTrace Presseschau)
- Geschichte der Schweiz
- Schweizer Aussenpolitik
- Geopolitics and Geostrategy
- AI isn't coming for your future: Fear is.
- Demis Hassabis und das Rätsel des Geistes: Philosophische Wege zur AGI
- Die Evolution des Raum-Zeit-Begriffs im Kontext von Einsteins Relativitätstheorie
- A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm
Auf welchen Plattformen ist die direcToory-App verfügbar?
Die kuratierte und personalisierte Informationswelt des DactaTrace-Lesesaals ist über die direcToory-App im Browser und auf Android verfügbar.